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Vorstellung der Informations- und Spenden-Kampagne 100 Familien in Not

Der Kreisverband des Kinderschutzbundes plant für die Zeit von Mai bis Dezember 2015 eine öffentlichkeitswirksame Informations- und Spendenkampagne mit dem Titel „100 Familien in Not“.

Die Ausgangslage
Der Kreisverband des Kinderschutzbundes ist mit seinen zahlreichen Einrichtungen in 21 Städten und Gemeinden im Kreis Ostholstein einer der größten Kinderschutzbünde in Deutschland und erreicht durch seine gute Vernetzung mit Eltern und Verantwortungsträgern aus Politik und Wirtschaft viele Menschen in der Region.
Die haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter/-innen des Kinderschutzbundes kennen die besondere Not einzelner Familien in der Region. Berufliche, familiäre und gesundheitliche Probleme sind die hauptsächlichen Ursachen, wenn Eltern in finanzielle Notlagen geraten. Diese Not entsteht manches Mal durch schleichenden Einkommensverlust, ein anderes Mal von heute auf morgen durch unerwartete Ereignisse im Leben der Eltern. Wer unausweichlich an dieser Situation mit leidet, sind die Kinder und Jugendlichen, die in diesem Umfeld leben. Durch den engen Kontakt zu solchen Familien fühlen sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Kinderschutzbundes immer wieder herausgefordert, in besonderen Notsituationen schnell und unbürokratisch Hilfe zu leisten.

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Als sozial engagierter Träger bietet der Kreisverband des Kinderschutzbundes Unterstützung und Schutz für die betroffenen Eltern, Jugendliche und Kinder an, u.a. in Kinderhäusern, regionalen Familienzentren und einer Familienberatungsstelle. In den vom Kreisverband im Auftrag der Kommunen geleiteten 14 Offenen Ganztagsschulen und 23 Kindertagesstättengruppen mit Standorten von Puttgarden und Burg auf Fehmarn bis Ratekau und Stockelsdorf bei Lübeck begegnen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter täglich der besonderen Not einzelner Familien.

Das Problem
Auch wenn Eltern mit geringem Einkommen im Rahmen des komplexen Sozialsystems insbesondere von kommunalen Stellen Zuschüsse gewährt werden, reichen diese oftmals zur Deckung der eigenen Aufwendungen für die Kinderbetreuung nicht aus.
Der Kreisverband des Kinderschutzbundes steht selbst vor einer besonderen Herausforderung, wenn die Elternbeiträge für die Angebote in den Offenen Ganztagsschulen und Kindertagesstätten von den betroffenen Familien nicht mehr gezahlt werden können. Auch in dieser Situation gilt es im Interesse der betroffenen Kinder und Jugendlichen zu handeln, selbst dann, wenn nicht kurzfristig auf die Unterstützung durch Kommunen und staatliche Familienförderung zurückgegriffen werden kann.

Der Blick auf die vergangenen Jahre zeigt, dass der Bedarf für unbürokratische, schnelle Hilfe und Überbrückungsmaßnahmen kontinuierlich besteht. Die Erfahrung zeigt auch, dass es jedes Jahr rund 100 Familien betrifft, die kurzfristig und in den meisten Fällen zeitlich begrenzt finanzielle Unterstützung benötigen, damit die Kinder und Jugendlichen an Angeboten der Offenen Ganztagsschulen und Kindertagesstätten dauerhaft teilnehmen können.

Die Ziele der Kampagne
Ein wichtiges Ziel der geplanten Kampagne „100 Familien in Not“ ist es, auf die besondere Situation dieser Familien und den Anspruch auf Chancengleichheit der betroffenen Kinder und Jugendlichen aufmerksam zu machen. Es bedarf gemeinsamer Anstrengungen von Bürgerinnen und Bürgern und Verantwortlichen aus Politik und Wirtschaft, um dieses Problem dauerhaft zu lösen. Zugleich gilt es mit der Kampagne die Solidarität mit den aktuell Betroffenen in der Region zu fördern und um finanzielle Unterstützung für diese Familien zu bitten.
Im Rahmen der Kampagne „100 Familien in Not“ sind bislang folgende Veranstaltungen von Mai bis Dezember 2015 in Kreis Ostholstein geplant:

  • Auftaktveranstaltung im Mai in Neustadt / Holstein
  • Wochenmarkt- und Rathausveranstaltungen in der Zeit von Mai bis Juli und im September / Oktober 2015
  • Standortbezogene Aktionen in den Offenen Ganztagsschulen und Kindertagesstätten des Kinderschutzbundes im Juni / Juli und September / Oktober 2015, z.B. Kochevents und Benefizessen
  • Laufaktion im September 2015 durch Ostholstein mit Beteiligung aller Standorte von Offenen Ganztagsschulen und Kindertagesstätten des Kinderschutzbundes
  • Herbst- und Weihnachtsaktionen von Oktober bis Dezember 2015

Ansprechpartner:

Martin Liegmann, Geschäftsführer
m.liegmann@kinderschutzbund-oh.de

Henning Reimann, Geschäftsführer
h.reimann@kinderschutzbund-oh.de